Dorothee Haffner: Zu Bilddatenbanken in der Kunstgeschichte. In: Verwandlungen durch Licht. Fotografieren in Museen & Archiven & Bibliotheken, Esslingen 2001 (Rundbrief Fotografie, Sonderheft 6), S. 73-82.

Titel

Möglichkeiten und Kritik - Schulung des Systematischen - Stärkung des Assoziativen - Chancen und Grenzen der Digitalisierung - Exemplarischer Vergleich zweier kunsthistorischer Datenbanken

Zusammenfassung

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Spektrum der Gegenstände, mit denen sich die Kunstgeschichte befaßt, erheblich erweitert. Über den Kanon der klassischen Kunstwerke von der Spätantike bis zur Moderne hinaus werden selbstverständlich Film, Fotografie, Fernsehen, Werbung, Gebrauchsgraphik und Design einbezogen - analog zur Auffassung von der Kunstgeschichte als einer Bildwissenschaft. Neue Medien, Computerkunst, Cyberspace, Internet werden Gegenstand von Forschung und Lehre. Damit einher geht eine Ausweitung der Nomenklatur. Neue Fachbegriffe entstehen. Das zum Standard gewordene Regelwerk Iconclass reicht bei weitem nicht mehr aus, um ikonographische, soziologische und historische Zusammenhänge zu beschreiben. Zahllose Abbildungen von Kunstwerken sind im Netz verfügbar, Datenbanken bieten für die Materialrecherche ihre Dienste an. Welchen Einfluß hat das auf den Umgang des Faches Kunstgeschichte mit der Materie? Verändern sich die Methoden, die Erkenntnisse?

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