Karin Plessing: Fotografieren im Museum. In: Verwandlungen durch Licht. Fotografieren in Museen & Archiven & Bibliotheken, Esslingen 2001 (Rundbrief Fotografie, Sonderheft 6), S. 53-62.

Titel

Arbeitsschwerpunkte - Personalfragen - Die zukünftige Rolle der Museumsfotografie - Analog oder digital? - Do it yourself? - Digitalisierung und Konservierung

Zusammenfassung

Museen sind keine kommerziellen Einrichtungen und auch keine reinen Ausstellungshallen, sondern sie haben eine Sammlung, und diese Sammlung ist ein wichtiges kollektives Gedächtnis! Eine Sammlung zu betreuen, zu erhalten und zu erweitern, bedeutet einen erheblichen Aufwand an Arbeit, an Zeit und an Geld, der nicht refinanzierbar ist. Durch den zunehmendem Druck, mit vermehrten Sonderausstellungen und Event-Veranstaltungen die Besucherzahlen in den Museen zu erhöhen, wird die kontinuierliche Arbeit an den Sammlungen erschwert oder sie findet schon streckenweise gar nicht mehr statt, insbesondere was das Aufarbeiten und Erforschen der Sammlungsobjekte betrifft. An diesem Punkt befinden sich viele Häuser in einem Dilemma. Denn in einer Zeit, die zu erfordern scheint, den Leuten einen Event nach dem anderen zu bieten, scheint es wenig trendgerecht, Arbeit, Zeit und Geld in Tätigkeiten zu investieren, die nach "außen" nicht attraktiv vermittelbar sind. Das betrifft vor allem die aufwendigen Arbeiten, die zur Sammlungserhaltung, -bearbeitung und -dokumentation notwendig sind. Und zu diesen gehört auch die Museumsfotografie.






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