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Das Tableau auf dem Umschlag des "Rundbrief Fotografie", hier in
Farbe zu sehen, zeigt Schachteln von Filmen, die nach dem
Agfacolor-Verfahren arbeiteten. Es sind sowohl Original- als auch
Hausmarkenfilme von Vertriebs- und Handelsfirmen, die Filme
großer Hersteller enthielten (siehe Klammer). Zu letzteren
gehörten (von links oben nach rechts unten): Turachrome 21
(Sakuracolor 100), Dynachrome 64 (ferraniacolor DIA 28), Ikolor U 18
(Gevacolor R5), Peruchrome C19 (Agfacolor CT18), FK color RD15
(ferraniacolor Diafilm), Kranz Color C18 (Adox Color Diafilm),
Ogachrome 15 DIN (ferraniacolor) und Ogachrome 17 DIN (ferraniacolor
DIA 28).
Bei den Agfacolor-Filmen sind mit dem Karat-Film (links) und der
Agfacolor Neu Patrone für Kunstlichtaufnahmen (unten rechts)
zwei Schachteln aus der Zeit bis 1945 zu sehen. Die Filme Rapid,
Umkehr-Film T, CT21 und CT18 sowie Professional, Negativfilm K,
Agfacolor mit Lampensymbol (Kunstlicht-Diafilm), Negativfilm
Universal, Agfachrome 50S Professional und Agfacolor CN 14 (von links
oben nach unten) stammen aus westdeutscher Nachkriegsfabrikation
(Agfa bzw. Agfa-Gevaert Leverkusen). Die Agfacolor-Filme Umkehr-Ultra
T, Negativfilm Typ B (Bogenlicht = Tageslicht), Negativ-Ultra K und
Negativfilm K für Kunstlicht wurden bis 1964 vom VEB Filmfabrik
Agfa Wolfen (DDR) bzw. seinem Vorgänger Photoplenka (Ostzone
bzw. DDR) fabriziert. Die Nachfolgematerialien aus Wolfen trugen die
Bezeichnungen Orwocolor (NC 16 = Negativfilm, UT 16 = Diafilm) und
Orwochrom (Diafilme UT 18, UK 17 und UT 21).
Wiederum von links oben nach rechts unten angeordnet: Aus der
früheren CSSR stammen die Diafilme fomachrom D16 und D20 sowie
der Negativfilm fomacolor, aus Italien ferraniacolor DIA 28, N27,
Invertibile (Diafilm) sowie 3M Color Slide und Ferrania CR50
(Diafilme), aus Japan Sakuracolor Negative und Reversal (Diafilme)
sowie Fujicolor R 100, aus der Schweiz Telcolor und Telchrome, aus
England Ilford Super Colorslide (Diafilm) und pakolor (Negativfilm),
aus den USA die Diafilme Dynachrome 64, Super Anscochrome, Ansco
Color, New Anscochrome und Anscochrome 500, aus der früheren
Sowjetunion und heutigen Ukraine Svema CO32D (Diafilm), DS-4 und
CNL90 (Negativfilme), aus dem ehemaligen Jugoslawien und heutigem
Kroatien FK color RD15 (Diafilm), aus Belgien Gevacolor, Gevacolor N5
(Negativfilm) und Gevacolor R5 (Diafilm). Die Adox Color Filme wurden
von den Dr. Schleussner Fotowerken in der BRD produziert.
Vor allem Filme von Kodak, weitere von Fuji und Perutz Color C18 sind
in der Abbildung nicht zu sehen, da sie nicht nach dem
Agfacolor-Verfahren arbeiteten. Auch farbmaskierte Negativfilme wie
zum Beispiel Agfacolor CNS und Orwocolor NC 17 sind nicht im Tableau
enthalten. Alle abgebildeten Filme werden zumeist schon länger
nicht mehr hergestellt.
Die Filmpackungen stammen aus der Sammlung von Gert Koshofer,
Bergisch Gladbach, die Aufnahme machten Klaus Hübner, DGPh, und
Gert Koshofer, DGPh, die Bildlegende verfasste Gert
Koshofer. Weitere Informationen siehe unter http://www.fotointern.ch/archiv/2009/07/01/zur-geschichte-von-agfacolor
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