Symbolik des Staates: Semiotische Strukturen absoluter Macht
(Aicke
Bittner)
Kolumne
Europas Foto-Erbe II: Niederlande: Fotogeschichte, ein halbes
Jahrhundert (Flip Bool) Die Kategorien, die im handlichen und nützlichen "European
Photography Guide", von dem die 7. Auflage 2000 erschienen ist,
verwendet werden, zeigen recht gut, was in Bezug auf die
fotografische Infrastruktur meistens für das Wichtigste
gehalten wird: Galerien, Museen, Festivals, Kritiker,
Ausbildungen, Preise, Zeitschriften, Verlage, Buchhandlungen,
Auktionen, Vereinigungen und neue Medien. Ein Artikel bietet nicht
genügend Raum, um hiervon, soweit es die Niederlande
betrifft, auch nur ein pauschales Bild zu skizzieren. Im Hinblick
auf meine eigene Position im Feld der Fotografie und den Charakter
des Rundbriefs Fotografie beschränke ich mich auf die
öffentlichen Einrichtungen, die sich in den Niederlanden im
Laufe des letzten halben Jahrhunderts auf das Sammeln, Untersuchen
und Präsentieren von Fotografie als autonomem visuellen
Medium verlegt haben. Dabei liegt der Akzent auf der einheimischen
Fotografie. Viele der oben genannten Kategorien bleiben dadurch
leider außerhalb der Betrachtung oder kommen nur am Rande
vor. Vielleicht kann auf diese im Rundbrief Fotografie später
einmal eingegangen werden. Die Musealisierung der Fotografie - Emanzipation der
Fotogeschichte - Das Legat Hein Wertheimer - Die
niederländische Fotografie im Ausland - Internetadressen
Museen und Archive - foam Amsterdam: http://www.foam.nl
| Fotomuseum Den Haag: http://www.fotomuseumdenhaag.nl
| Gemeentearchief Amsterdam (beeldbank): http://www.gemeentearchief.
amsterdam.nl | Gemeentearchief Den Haag: http://www.gemeentearchief.denhaag.nl
| Huis Marseille Amsterdam: http://www.
huismarseille.nl | Maria Austria Instituut Amsterdam:
http://www.maria-austria-instituut.nl
| Nederlands Fotoarchief Rotterdam: http://www.nfa.nl
| Nederlands fotomuseum Rotterdam: http://www.nederlandsfotomuseum.nl
| Rijksmuseum Amsterdam: http://www.rijksmuseum.nl
| Stedelijk Museum Amsterdam: http://www.stedelijk.nl
| Studie en Documentatiecentrum voor Fotografie Leiden:
http://www.kunstgeschiedenis.leidenuniv.nl
| Ausbildung - Academie Sint Joost, Breda: http://www.stjoost.nl
| Gerrit Rietveld Academie Amsterdam: http://www.gerritrietveldacademie.nl
| Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten Den Haag: http://www.kabk.nl
| Internet-Initiative - Early Photography (vroege fotografie
(1839&endash;1860) in Nederlandse collecties): http://www.earlyphotography.nl
| Vereinigungen - Beroepsfotografen Nederland: http://www.bfn-fotografen.nl
| Burafo: http://www.burafo.nl
| Gebonden Kunsten federatie: http://www.gkf-fotografen.nl
| Nederlands Fotogenootschap: http://www.fotogenootschap.nl
| Nederlandse Vereniging van Journalisten: http://www.villamedia.nl/nvf
| Festivals und Biennalen - Breda Photo: http://www.bredaphoto.nl
| Foto Biënnale Rotterdam: http://www.fbr.nl
| Fotofestival Naarden: http://www.fotofestival.com
| Noorderlicht Groningen: http://www.noorderlicht.com
Konservatorisches
DE-Emden: Digitale Retusche von fotografischem Material
(Gwendolin
Schwarz) In einem Projekt am Ostfriesischen Landesmuseum - Emder
Rüstkammer wurden anhand von ausgewählten Fotografien
der fotografischen Sammlung des Hauses verschiedene Methoden und
Vorgehensweisen der digitalen Bildbearbeitung dargestellt, um eine
praktische Verwendung für die Handhabung im Museumsalltag
anzuregen. Hier werden einige der vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten der digitalen Retusche und
Bildbearbeitung und deren anschließenden
Reproduktionsmöglichkeiten beschrieben, die für die
museale Anwendung zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Erhalt und Rekonstruktion - Beispiel 1: Digital retuschieren -
analog reproduzieren (Berater, Beurteilungskriterien,
Retusche-Protokoll, Fragenkatalog) - Beispiel 2: Verlustbilder
rekonstruieren (Reproduktionsmöglichkeiten) -
Bildbearbeitungssoftware und technische Vorausssetzungen -
Qualität der Bildbearbeitung
Ostfriesisches Landesmuseum - Emder Rüstkammer: http://www.landesmuseum-emden.de
Selbsthilfe: Rettung für zerkratzte Dias? (Marjen
Schmidt) In einem Beitrag in der Fotografenzeitschrift MFM 7-8/2002
(Magazin für Fotografie und Medientechnik) wurde über
die Selbsthilfe des Dr. techn. Karel Skala bei zerkratzten
Diapositiven berichtet. In dem Artikel wurde das ganzflächige
Lackieren der Dias beschrieben, ohne jedoch das verwendete
Material, einen synthetischen Kunstharz-Lack, auf seine
Eigenschaften hin zu überprüfen.
Behandlung der Kratzer - Behandlung des Filmmaterials -
Lichtschutzlack - Verarbeitungshinweise - Zusammenfassung -
Anmerkungen - Adressen
Mono-Chrom: http://www.monochrom.de
| Tetenal Vertriebsgesellschaft: http://www.tetenal.com
Fortbildung
DE-Lüneburg: Fotografie und Bildpublizistik der Weimarer
Republik (Frank
Dingel) Das Foto als Quelle, so lehrt das Schicksal der ersten
Wehrmachtsausstellung, kann von heimtückischer Qualität
sein. Sich darauf zu verlassen, daß ein Foto, wie Kurt
Tucholsky begeistert schrieb, mehr sagt als tausend Worte, kann
dazu führen, im Bild etwas anderes zu sehen als was es
darstellt. Mit anderen Worten: Wie die schriftliche
Überlieferung bedarf das Foto der Quellenkritik und die
Geschichtswissenschaft also neben der Urkundenlehre einer weiteren
Hilfswissenschaft: der Fotogeschichte. Diese hat sich in gut
zwanzig Jahren im deutschen Sprachraum als eigenständige
Disziplin entwickelt: mit einem eigenen Fachorgan, der im
Jonas-Verlag erscheinenden Zeitschrift "Fotogeschichte", und mit
wissenschaftlichen Tagungen. Vom 31. Januar bis 2. Februar 2002
fand an der Universität Lüneburg eine solche
Fachkonferenz zum Thema "Fotografie und Bildpublizistik der
Weimarer Republik" statt. Wie sich hier zeigte, kann
Fotogeschichte beides heißen: Geschichte der Fotografie als
Produktionsmittel und Produkt, aber auch Erforschung der
Darstellung historischer Tatbestände in der Fotografie, also
Bildquellenkunde und Bildquellenkritik.
DE-Leipzig: Historische Ansätze zur Visualisierung
(Marisol
Palma)
DE-Berlin: Im Blick (Susanne
Gänshirt-Heinemann) Ein fotografischer Blick vermag einer Metropole wie Berlin
nicht gerecht zu werden. Jeder Anlaß für die Entstehung
fotografischer Aufnahmen verband sich untrennbar mit einer ganz
bestimmten Perspektive auf die Großstadt. Es entstanden die
unterschiedlichsten Blicke auf Berlin, ein sehr vielfältiges
fotografisches Material, das der polyzentralen Form, zu der sich
die Residenzstadt seit Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte,
entspricht und die sich bis heute in dem Unikum widerspiegelt,
daß die Berliner Museumslandschaft sich eben nicht auf ein
zentrales Stadtmuseum beschränkt, sondern jeder Bezirk ein
eigenes aufzuweisen hat. Geschichte der Funktionen - Katalog
Dokumentationsfotografie
Industrialisierung I: Fotografie und Kunstgeschichte
(Wolfgang
Hesse) Am 13. März 2003 fand in Leipzig die erste
eigenständige Sektion zur Fotografie auf einem Kongreß
des Verbandes deutscher Kunsthistoriker statt. Bis zu 120
Teilnehmer/innen folgten den Referaten im damit gut besetzten
Hörsaal 13 der Universität, und die vier Zeitstunden
waren mit den Vorträgen und den Fragen aus dem Publikum
intensiv gefüllt. Dies ist ein hoffnungsträchtiges Indiz
dafür, daß es mit der Institutionalisierung von
Fotografiegeschichtsforschung im Wissenschaftsbetrieb unseres
Landes vorangeht. Eine dieser Keimzellen ist eben auch das
Kunsthistorische Institut in Leipzig, wo vergangenen Dezember zum
zweiten Mal ein Workshop zur Fotografie stattgefunden hat (vgl. RF
33, S. 15&endash;16, RF 37, S. 22&endash; 23), und so war der
Verfasser dieser Zeilen der Einladung Barbara Langes gern gefolgt,
die Sektion zu leiten.
Industrialisierung II: "... Unternehmungen internationalen
Charakters ...": Der Kampf um die fotografischen "Galeriewerke"
der Berliner Gemäldegalerie im 19. Jahrhundert (Teil I)
(Dorothea
Peters) Ungeachtet erheblicher technischer Schwierigkeiten, die sich
durch die teilweise Farbenblindheit der Aufnahmematerialien
insbesondere der Wiedergabe farbiger Gemälde
entgegenstellten, hatte sich die fotografische Kunstreproduktion
bereits in den 1850er/1860er Jahren zu einem der bedeutendsten
Erwerbszweige innerhalb des fotografischen Gewerbes entwickelt.
Sicher dienten die Aktivitäten der fotografischen Verlage in
erster Linie kommerziellen Interessen, sie wirkten aber auch als
Motor technischer Innovation: Unter dem Druck internationaler
Konkurrenz gelangen entscheidende aufnahmetechnische
Verbesserungen, die im isochromatischen Verfahren
schließlich eine Übersetzung der Farben von
Ölgemälden in sorgfältig abgestimmte Grauwerte
ermöglichten. Die intensivierte Bildproduktion diente nicht
nur der vielbeschworenen Popularisierung der Kunst in breiten
Bevölkerungsschichten. Vor allem die Galeriewerke mit ihrer
systematischen Bestandsaufnahme von Sammlungsbeständen
stellten vielmehr den Kunstsammlern und Kunstforschern mit bislang
ungekannter Schnelligkeit eine große Menge an Bildern zur
Verfügung. Dies führte zu einem enormen Wissenstransfer,
der nicht ohne Auswirkungen auf Qualität und Methode
kunsthistorischer Forschung bleiben konnte. Ist es heute
selbstverständlich, "das Sehen" als Kunsthistoriker an weit
mehr (schlecht reproduzierten) Dias und (schlecht) gedruckten
Fotos von Gemälden als vor den Originalen zu lernen, so soll
der Blick hier in eine Zeit zurückgehen, als dies alles
begann.
Museum und Kunstgeschichte um 1870 - 1868: Das erste Galeriewerk
der Photographischen Gesellschaft als kommerzielles Unternehmen -
1878: Das zweite Galeriewerk der Photographischen Gesellschaft
nach "verbessertem Verfahren" - Anmerkungen
Aus den Sammlungen
DE-München: Das Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum
1961-2001 (Teil III) (Ulrich
Pohlmann) Das Münchner Fotomuseum definierte sich in den 1960er
Jahren als Standort für die Präsentation der Geschichte
der Fototechnik. Die Fotografie als Kunst und kulturhistorisches
Dokument spielte in dieser Konzeption keine Rolle. Ausstellungstätigkeit - Lebendiges Museum oder Mausoleum?
- Zur Raumsituation - Sammeltätigkeit - Impulse -
Anmerkungen
Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum: http://www.stadtmuseum-online.de
DE- Landessammlung zur Geschichte der Fotografie (Angelika
Gause) Das Landesmuseum Koblenz mit Sitz auf der Festung
Ehrenbreitstein, hoch über dem Zusammenfluß von Rhein
und Mosel gegenüber dem Deutschen Eck, widmet sich in seiner
Sammlungs- und Ausstellungskonzeption vornehmlich der Wirtschafts-
und Sozialgeschichte des Landes Rheinland-Pfalz und hat - als
einziges Landesmuseum in diesem Bundesland - einen Schwerpunkt
für Technikgeschichte. Seit 1993 ist das Landesmuseum auch
Hort der damals ins Leben gerufenen "Landessammlung zur Geschichte
der Fotografie in Rheinland-Pfalz". Anlaß für den
Aufbau der Sammlung bot eine bereits vorher gelaufene
Sonderausstellung 1989 "Spurensuche. Frühe Fotografen am
Mittelrhein", bei welcher erstmals systematisch die Anfänge
des Mediums Fotografie im Rheinland untersucht und aufgearbeitet
sowie in den Kontext der Entwicklung von Malerei und Grafik
gesetzt worden sind.
Sammelkonzept - Konservierung - Ausstellungen - Max Jacoby Landesmuseum Koblenz: http://www.landesmuseumkoblenz.de
DE-Freiburg: Fotografien eines Filmpioniers (Kurt
Hochstuhl)
CH-Basel: Die Sammlung historischer Fotografien er Basler
Mission im Web Die bedeutende Sammlung historischer Fotografien im Archiv der
Basler Mission ist im Laufe von zwölf Jahren
sicherheitsverfilmt, sachgerecht archiviert und katalogisiert
worden. Das ursprünglich gesteckte Ziel einer
Gesamtveröffentlichung der Bilder und Daten konnte im Herbst
2002 mit einer Website im Internet realisiert werden. Sie wurde
von HyperStudio/HyperWerk der Fachhochschule beider Basel
konzipiert und vermittelt durch zwei sogenannte visuelle
Interpreten, einem indischen Architekten und einem ghanaischen
Historiker, einen direkten und individuellen Zugang zu den
Bildern.
Das Archiv der Basler Mission - Vom Archiv ins Web -
Design-Philosophie - VisIPs - Visuelle Interpreten - Teamarbeit -
Info@mission-21.org - Wege zu und in - Wenn Bilder eine Stimme
erhalten -Ausblick - Anmerkungen
Evangelisches Missionswerk Basel (mission21): http://www.mission21.org
| Historische Afrikafotografien im Web: http://www.bmpix.org
Verbände
DE-Braunschweig: Regionaler Mehrwert (Thomas
Wiegand)
Im Zeitalter der Globalisierung regionale Kompetenzen zu
stärken und entsprechende Profile zu entwickeln ist ein Ziel,
das allerorten mit mehr oder weniger hoher Intensität
angestrebt wird. Die Braunschweiger besinnen sich dazu auf die
unübersehbare Tradition ihrer Stadt im Bereich der
Fotografie, möchten diese für sich nutzbar machen und
einen Bogen bis zu den zukunftsträchtigen "Neuen Medien"
spannen.
Ausgangslage - Tagung - Aspekte regionaler Arbeit -Workshops -
Projektbericht und Tagungsband - Resümee - Anmerkungen
Museum für Photographie: http://www.photomuseum.de
| Stiftung Nord/LB Öffentliche: http://www.stiftung-nordlb-oeffentliche.de
DE-Dresden: Fotografie im Internet
Dresdner Arbeitskreis Photographie: http://photo.dresden.de
Literatur
Museum Folkwang: "... die fotografierte Wirklichkeit ist
gründlich vergangen" (Timm
Starl)
Architekturfotografie: Moderate Moderne im Blick (Rolf
Sachsse)