NF 62 - Titelabbildung Koshofer

Das Tableau auf dem Umschlag des "Rundbrief Fotografie", hier in Farbe zu sehen, zeigt Schachteln von Filmen, die nach dem Agfacolor-Verfahren arbeiteten. Es sind sowohl Original- als auch Hausmarkenfilme von Vertriebs- und Handelsfirmen, die Filme großer Hersteller enthielten (siehe Klammer). Zu letzteren gehörten (von links oben nach rechts unten): Turachrome 21 (Sakuracolor 100), Dynachrome 64 (ferraniacolor DIA 28), Ikolor U 18 (Gevacolor R5), Peruchrome C19 (Agfacolor CT18), FK color RD15 (ferraniacolor Diafilm), Kranz Color C18 (Adox Color Diafilm), Ogachrome 15 DIN (ferraniacolor) und Ogachrome 17 DIN (ferraniacolor DIA 28).

Bei den Agfacolor-Filmen sind mit dem Karat-Film (links) und der Agfacolor Neu Patrone für Kunstlichtaufnahmen (unten rechts) zwei Schachteln aus der Zeit bis 1945 zu sehen. Die Filme Rapid, Umkehr-Film T, CT21 und CT18 sowie Professional, Negativfilm K, Agfacolor mit Lampensymbol (Kunstlicht-Diafilm), Negativfilm Universal, Agfachrome 50S Professional und Agfacolor CN 14 (von links oben nach unten) stammen aus westdeutscher Nachkriegsfabrikation (Agfa bzw. Agfa-Gevaert Leverkusen). Die Agfacolor-Filme Umkehr-Ultra T, Negativfilm Typ B (Bogenlicht = Tageslicht), Negativ-Ultra K und Negativfilm K für Kunstlicht wurden bis 1964 vom VEB Filmfabrik Agfa Wolfen (DDR) bzw. seinem Vorgänger Photoplenka (Ostzone bzw. DDR) fabriziert. Die Nachfolgematerialien aus Wolfen trugen die Bezeichnungen Orwocolor (NC 16 = Negativfilm, UT 16 = Diafilm) und Orwochrom (Diafilme UT 18, UK 17 und UT 21).

Wiederum von links oben nach rechts unten angeordnet: Aus der früheren CSSR stammen die Diafilme fomachrom D16 und D20 sowie der Negativfilm fomacolor, aus Italien ferraniacolor DIA 28, N27, Invertibile (Diafilm) sowie 3M Color Slide und Ferrania CR50 (Diafilme), aus Japan Sakuracolor Negative und Reversal (Diafilme) sowie Fujicolor R 100, aus der Schweiz Telcolor und Telchrome, aus England Ilford Super Colorslide (Diafilm) und pakolor (Negativfilm), aus den USA die Diafilme Dynachrome 64, Super Anscochrome, Ansco Color, New Anscochrome und Anscochrome 500, aus der früheren Sowjetunion und heutigen Ukraine Svema CO32D (Diafilm), DS-4 und CNL90 (Negativfilme), aus dem ehemaligen Jugoslawien und heutigem Kroatien FK color RD15 (Diafilm), aus Belgien Gevacolor, Gevacolor N5 (Negativfilm) und Gevacolor R5 (Diafilm). Die Adox Color Filme wurden von den Dr. Schleussner Fotowerken in der BRD produziert.

Vor allem Filme von Kodak, weitere von Fuji und Perutz Color C18 sind in der Abbildung nicht zu sehen, da sie nicht nach dem Agfacolor-Verfahren arbeiteten. Auch farbmaskierte Negativfilme wie zum Beispiel Agfacolor CNS und Orwocolor NC 17 sind nicht im Tableau enthalten. Alle abgebildeten Filme werden zumeist schon länger nicht mehr hergestellt.

Die Filmpackungen stammen aus der Sammlung von Gert Koshofer, Bergisch Gladbach, die Aufnahme machten Klaus Hübner, DGPh, und Gert Koshofer, DGPh, die Bildlegende verfasste Gert Koshofer. Weitere Informationen siehe unter http://www.fotointern.ch/archiv/2009/07/01/zur-geschichte-von-agfacolor



© bei Autoren und Redaktion. Angaben ohne Gewähr. Stand: 29.06.2009. Online-Redakteur: Wolfgang Jaworek